Wir fördern

Die Getrud Maria Doll Stiftung unterstützt alleinerziehende Mütter und ältere Menschen in finanziell schwierigen Lebenslagen. Sie ist darin dem verpflichtet, was die Stifterin in ihrem Testament als letzten Willen festgehalten hat.

Die Stiftung wird derzeit ausschließlich im Raum der Stadt und dem Landkreis Karlsruhe tätig. Sie gewährt ihre Hilfen nicht direkt an Einzelpersonen, sondern arbeitet mit vielen Organisationen zusammen, die ihren Stiftungszweck erfüllen.

Unsere Stiftungszwecken sind nach unserer Satzung:

§2 Stiftungszweck

(1) Zwecke der Stiftung sind die Förderung der Altenhilfe und die Förderung mildtätiger Zwecke im Sinne des § 53 der Abgabenordnung (AO) durch die Unterstützung allein erziehender Mütter und bedürftiger älterer Menschen (KleinRentner) in der Bundesrepublik Deutschland.

(2) Der Stiftungszweck wird verwirklicht insbesondere durch Zuwendungen an Mitglieder der Zielgruppen durch Bar- oder Sachleistungen,

  • die Förderung und Durchführung von eigenen Projekten und Vorhaben auf dem Gebiet des Stiftungszwecks,
  • die ideelle und finanzielle Unterstützung von Projekten und Vorhaben anderer steuerbegünstigter Körper-
  • schaften oder Körperschaften des öffentlichen Rechts, die unmittelbar dem Stiftungszweck dienen,
  • die Schaffung und Förderung von lokalen bzw. regionalen Einrichtungen auf dem Gebiet des Stiftungszwecks,
  • die Durchführung von Veranstaltungen oder andere Formen der Öffentlichkeitsarbeit im Sinne desStiftungszwecks,
  • die Vergabe von Forschungsvorhaben im Bereich der Unterstützungsleistungen für die Zielgruppen (zum Beispiel durch Stipendien, Beihilfen oder ähnliche Zuwendungen).
(3) Die Stiftung kann - zur Förderung der in § 2 Absatz 1 genannten steuerbegünstigten Zwecke - auch als Mittelbe- schaffungskörperschaft im Sinne von § 58 Abs. 1 AO tätig werden.
 
 

Arbeitsweise und Grundsätze

Die Stiftung greift bei ihrer Tätigkeit auf die ausgewiesene Kompetenz von Trägern und Akteuren zurück, die mit ihrer Arbeit in den Bereichen tätig sind, in denen die Stiftungsziele verwirklicht werden sollen. In zwei Workshops, an dem jeweils namhafte Mitarbeitende dieser Träger und Akteure teilnahmen, wurde die Konzeption herausgebildet.

Für die Stiftung wurde deutlich:
* Sie baut keine eigene Förderstruktur auf. Sie arbeitet mit erfahrenen Organisationen zusammen und stellt ihnen ihre Mittel zur Verfügung.
* Die Stiftung will einen Beitrag leisten, die vielfältigen Nöte ihrer Zielgruppen zu lindern und wirksame, aber zugleich rasche Hilfe zu ermöglichen, die mit minimaler Bürokratie effizient im Sinne der Stiftungszwecke bei Bedürftigen wirken kann, insbesondere dort, wo die vielen vorhandenen staatlichen und privaten Hilfen nicht mehr greifen.

Fördermaßnahmen

Die Gertrud Maria Doll Stiftung hat ihr Konzept zunächst (2016) auf die alleinerziehenden Mütter begrenzt, ab dem Jahr 2017 aber auch auf den Bereich ihres zweiten Zwecks erweitert. Die Stiftung unterstützt bei ihrer Tätigkeit Einzelfallhilfen und sie fördert Projekte.

Einzelfallhilfen

Unter Einzelfallhilfe versteht die Gertrud Maria Doll Stiftung alle Unterstützungsleistungen, die einzelnen Personen auf Grund einer aktuellen Notsituation zugute kommen. Die Einzelfallhilfen werden nicht direkt von der Stiftung an die betreffenden Personen gegeben, sondern durch Organisationen verteilt, mit denen die Stiftung eine Kooperationsvereinbarung geschlossen hat. Im Rahmen dieses Vertrags stellt sie den Organisationen jährlich garantierte Mittel zu Verfügung.

Die Gertrud Maria Doll Stiftung hat zum gegenwärtigen Stand mit 13 Organisationen Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet als Grundlage für die Förderung von Einzelfallhilfen für alleinerziehende Mütter; sie steht weiteren Kooperationspartnern offen gegenüber.

 

Die Partnerorganisationen in der Einzelfallhilfe:

AWO Karlsruhe, Caritas Karlsruhe, Diakonisches Werk Karlsruhe, Frauenarbeit Evang. Landeskirche, Freunde für Fremde e. V., Hardtstiftung, Paritätische Sozialdienste gGmbH Karlsruhe, pro familia, SopHiE Bruchsal, SKF Sozialdienst katholischer Frauen e. V., Sozpädadal e.V., Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV).

In diesem Zusammenhang hat die Gertrud Maria Doll Stiftung im Jahr 2017 insgesamt 51.920,66 EUR den Organisationen für ihre Arbeit mit alleinerziehenden Müttern und mit Senioren zugewiesen.

 

Projektförderung

Unter Projektförderung versteht die Stiftung Maßnahmen, die von Organisationen geplant und durchgeführt werden, die nicht durch Einzelzuwendungen an natürliche Personen gekennzeichnet sind, sondern unseren Zielgruppen insgesamt zugute kommen. Die Förderungen werden meist für einen 2-jährigen Zeitraum gewährt sofern es keine einmaligen Maßnahmen sind. Nach Prüfung der Erfahrungen aus mindestens 12 Monaten können diese Unterstützungen verlängert werden.

Für die Projekte wurden im Jahr 2017 121.950,00 € zur Verfügung gestellt.

In der Projektförderung waren bzw. sind gegenwärtig (2018) die folgende Projekte:

  • Die Hardtstiftung Neureut hat durch die Unterstützung der Stiftung einen Wickelbereich grundsanieren und neu ausstatten können. Die Stiftung hat die Maßnahme mit etwas mehr als 21.000 EUR gefördert.

  • pro familia hat eine Rechtsberatung für alleinerziehende Mütter eingerichtet, die von der Stiftung in Höhe von 15.000 EUR p.a. in den kommenden 2 Jahren gefördert wird.

  • Die Hardtstiftung Neureut wird durch die Förderung der Stiftung die Möglichkeit haben, eine weiteres Mutter-Kind-Appartement einzurichten. Hierzu sind 59.200 EUR zur Verfügung gestellt worden.

  • Der Stadtjugendausschuss Karlsruhe e.Vführte schon 2017 ein Ferienprojekt für alleinerziehende Mütter durch (1 Woche mit ihren Kindern in Baerenthal, Elsass – all inclusive), was mit 19.000 EUR gefördert wurde. Im laufenden Jahr wird es zu einem leicht erweiterten Angebot kommen, das unterstützt werden wird mit 25.000 EUR.

  • Das Diakonische Werk des Stadtkirchenbezirks Karlsruhe führt das Projekt durch „Steuererklärung statt Angst und Unsicherheit“. In der Arbeit der Beratungsstelle für Prostituierte zeigt sich, dass Fragen des Steuerrechts eine strategische Funktion haben. Das Projekt verfolgt die Ziele: Abhängigkeit zu verringern, Absicherung zu erörtern, Unsicherheiten zu beenden, Konflikte mit den Behörden zu vermeiden, Fragen des „Ausstiegs“ nüchtern in den Horizont zu holen. Die Gertrud Maria Doll Stiftung unterstütz diese Beratungsangebot mit der Förderung der Honorarkosten mit 2.400 €.

  • Der Verein zum Schutz misshandelter Frauen und deren Kinder e. V., Karlsruhe
    Pädagogische-psychologische Beratung hilft alleinerziehenden Müttern durch die psychologische Beratung ihrer verhaltensauffälligen Kinder mit 5.000 EUR.

  • Der Kinderschutzbund Karlsruhewird in seiner Einrichtung von Sprach- und Familienpaten mit 22.500 EUR gefördert.

  • Im Altenzentrum St. Valentinin Daxlanden (Caritas) wird ein Lotsenprojekt mit 75.000 EUR unterstützt, das auf 2 Jahre verteilt ist.

  • Das Seniorenheim St. Franziskus (Caritas) führt ein spezielles Bewegungsangebot für Senioren zur Verbesserung ihrer Mobilität, das von der Stiftung mit 9.000 EUR gefördert wird.

  • Die paritätischen Sozialdienste Karlsruhe planen den Aufbau eines Netzes „Senioren für Senioren“. Dabei werden bedürftige und rüstige Seniorinnen und Senioren einerseits und andererseits auf Unterstützung angewiesene andere ältere Menschen aufeinander bezogen. Die Stiftung fördert die Maßnahme mit 20.500 EUR in zwei Jahren.

  • Die Frauenarbeit der Evang. Landeskirche führt im Oktober 2018 einen Ausflugstag für alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern durch. Er wird mit 1.600 EUR unterstützt.